Kategorien
Movie

»Medusa Deluxe«

This event was held on the 5th of October| »Medusa Deluxe« scored 6,745 Genusspunkte | @JFK-Plaza


Wie „Climax“, „Birdman“ oder „One (Hair)Cut of the Dead“ – nur ohne LSD, Michael Keaton oder Zombies. Aber dafür mit mehr Extensions, Frisurennamen, Haarspray in die Augen oder Beleidigungen vom Kaliber „Pantene Pro-V C*nt“. Stilvolle wie gut gespielte One-Take-Thriller-Whodunit-Illusion.

Daniel Schröckert auf Letterboxd
Wenn du Einhorneis bestellst, es aber beim Friseur ist.
Trailer zu »Medusa Deluxe«
Kategorien
Movie

»Passages«

This event was held on the 2nd of August | »Passages« scored 7,2 Genusspunkte | @Scala


The raw and resonant Passages is the kind of fuck around and find out love triangle that rings true because we aspire to its sexier moments but see ourselves in its most selfish ones.

David Ehrlich in IndieWire
Q hat dasselbe AirBnBaumann gebucht wie ein anderer Mann. Es folgt eine wilde BONDage-Nacht.
Trailer zu »Passages«
Kategorien
Movie

»Joy Ride«

This event was held on the 2nd of August | »Joy Ride« scored 5,545 Genusspunkte | @Filmpalast


Joy Ride is the big, broad, studio comedy to beat this year, an incredible directorial debut with one of the funniest scripts in a while, and a cast that should get all the praise in the world because they just became the dynamic quartet to watch.

Rafael Motamoyar in Slashfilm
[Insert Meme here]
Trailer zu »Joy Ride«
Kategorien
Movie

»Past Lives«

This event was held on the 23rd of August | »Past Lives« scored 8,573 Genusspunkte | @Scala


Dieses ironische, aber doch in seiner Doppelbödigkeit ernste Spiel mit Gefühlen, Kulturen und Schicksal macht den Charme, mehr noch: die Kraft von „Past Lives“ aus. Die Figuren begreifen, in was für Situationen sie stecken, welche Wendungen ein Hollywooddrehbuch für sie vorsehen würde, wer mit wem durchbrennt, wer der Bösewicht ist. Und irgendwie können sie darüber lächeln, genau wie das Publikum. Aber irgendwie wissen sowohl die vor als auch die auf der Leinwand, dass da auch irgendetwas Wahres, etwas Tiefes, eine Sehnsucht drinsteckt, die aber auch Gefahr birgt. […]

„Past Lives“ stiehlt sich deshalb sofort ins Herz des Publikums, weil alles so leise und selbstverständlich ist.

Joris
SingaTours (ein BauCons®-Produkt) bietet jetzt auch Cocktail-Happy-Hours im schwimmenden Apple-Store in ihrer Nähe an. Ein Gratis Doppel-LO für jede volle Stempelkarte.
Trailer zu »Past Lives«
Kategorien
Preview

Preview Juli

Als Previewschreiber gerät mein bei Baumannconsulting etwas unter Druck: Aus dem letzten Monat, der eh schon nur vier Kinoevents, bestehend aus drei Filmen, hatte, war nur einer aus der Preview. Die Kinder rennen ins Field (ich hab mit einem W20 auf Humor gewürfelt und 18 bekommen, LACHT) und der präsidentliche kULTuR-ciNeASt kommt aus seinem Süden nur für irgendne viereinhalbstündige Latinoscheiße nach Hamburg gekrochen. Na vielen Dank auch. Shoutout dafür an die Wes-Anderson-Stans (ich selbst war zwei Mal drin). 😔💪

Doch jetzt im Juli schlagen wir zurück! Denn es gibt DAS Double-Feature des Jahres. Also keine Zeit verlieren, springen wir direkt rein.

Am 20. Juli kommen zwei Filme ins Kino, auf die nicht nur Filmtwitter wartet, sondern jede Blase in auf jeder Social-Media-Plattform: »Lou – Abenteuer auf Samtpfoten« und »Sword Art Online The Moive: Progressive – Scherzo Of Deep Night«. Für die übrigen Normies gibt es den Hasbro-Werbeblock »Barbie« und den vom Pentagon, »Oppenheimer«. Pinker Plastikpop und dicke fette Bomben. Ich muss nicht mehr sagen. Kauft euch rechtzeitig noch euer #Barbenheimer-Shirt und geht ins Double-Feature eures Lebens. Baumannconsulting distanziert sich von jeglichen Einzel-Events in diesem Fall.

So, das war’s im Grunde, jetzt kommt nur noch mein kleiner Kolumnenteil mit Filmen, die im Blockbustersschatten verblassen werden, doch er Form halber auch hier erwähnt werden wollen (pluralistische Demokratie undso, schnarch). Passenderweise aber doppelte Doppel aus typischen Urlaubsländern für den spritzigen Badespaß im vollgeschwitzten Samtkinosessel.

Erstmal gehen wir nach Frankreich, à ouioui, zu Filmemachern, die wir kennen, aber wohl nur ich liebe. Wobei, Liebe ist bei François Ozon vielleicht etwas hoch gegriffen. Aber aus Sympathie ist man im Grunde verpflichtet, dem vielfältigsten und wohl populärsten Filmemacher der Croissant-Republik. Und wo bekommt man bessere Croissants als in Paris? Fluffig mit etwas Schokoladensüß beträufelt serviert er uns diesmal eine blutgefüllte Köstlichkeit. Denn in »Mein fabelhaftes Verbrechen« bekennen sich zwei Schauspielerin, ein junger Aufstrebender Stern und eine alte Diva, zum selben Mord. Beide wittern im Scheinwerferlicht des Prozesses die Gelegenheit für die Darbietung ihres Lebens. Schillernd erweckt Ozon die Pariser Metropole der 30er, begleitet von einem illustren Ensemble, im Zentrum Nadia Tereszkiewicz (»Babysitter«) und Isabelle Huppert (»Die Klavierspielerin«, »Elle«, »Greta«). Eine zuckersüße Krimikomödie mit maliziösem Grinsen hinter dem eleganten Schleier. Letterboxd kocht vor Girlpower.

Apropos Frauen: Die Großmeisterin der Körperlichkeit Claire Denis (»High Life«, »Trouble Every Day«) hat letztes Jahr zwei Filme gemacht und wurde für beide ausgezeichnet. Auf den Cannes-Favoriten »Stars at Noon« müssen wir noch warten, aber der Berlinale-Regiepreis-Gewinner »Both Sides of the Blade – Mit Liebe und Entschlossenheit« (ignoriert den Titel) kommt jetzt in unsere Kinos. Starbesetzt mit Juliette Binoche (»Drei Farben: Blau«, »High Life«, »Zwischen den Zeilen«) und Vincent Lindon (der Selbstanzünder aus »Titane« und »Streik«) widmet sich Denis dem, was die Franzosen am besten können: toxische, leidenschaftliche, zärtliche, selbstzerstörerische Beziehungen. Ein bisschen aufreibendes Begehren als Gegenstück zur polierten PG-Barbie-Liebelei und im Gegensatz zu Nolan Frauen, die mehr als nur eine notdürftige Drehbuchnotiz sind. Lua hat mir versprochen, dass er beim nächsten Claire Denis wieder dabei ist und darauf nagel ich ihn fest. Und ihr liebt Lua und seinen vorzüglichen Filmgeschmack. Zeigt Lua eure Liebe. Und eure Entschlossenheit. Nehmt ihn so richtig schön hart ran.

Theoretisch bleiben wir in Frankreich, nur ist der Film von einem Italiener: Nach seiner sozialistischen Version von »Martin Eden« kehrt Pietro Marcello in die deutschen Kinos zurück, nur diesmal feiner, empfindsamer und verspielter in »Die Purpursegel«. Die Emanzipation einer jungen Frau in Nordfrankreich zwischen den Weltkriegen zwischen Träumerein, Magiern und dem liebsten Liebhaber der Frankophilen: Louis Garrel (»Little Women«). Gelobt wird vor allem die sensible Familiendarstellung in Marcellos Inszenierung, die bisweilen mit der Céline Sciammas (»Porträt einer jungen Frau in Flammen« oder zuletzt »Petite Maman«) verglichen wird.

Jetzt gehen wir aber richtig nach Italien. Wobei, mit einer Spanierin. Denn in »L’immensità« spielt eine furiose Penélope Cruz (»Parallele Mütter«, »Der beste Film aller Zeiten«, »Alles über meine Mutter«) die kindisch-labile Mutter eines Mädchens, dass sich so gar nicht als solches fühlt. In strahlenden Bildern erzählt Emanuele Crialese eine ziemlich aufreibende Familiengeschichte zwischen Geschlecht und Psyche in der Krisis. Kraftvoll gespielt, spülte letztes Jahr am Lido um 8:30 die volle Welle Sommer über mich (Review hier). Femininer Nonkonformismus, gegossen in einen runden Kinoabend (bzw. damals -morgen).

Wer es noch südlicher braucht, dem sei kurz noch »Talk To Me« angeboten, ein großer A24-Horror-Festivalliebling aus Ozeanien. Stylisch debütieren hier zwei YouTuber mit einer Geschichte über ein verfluchtes Partyspiel, das einem den Kontakt zum Jenseits öffnet. Auf dem Fantasy-Filmfest zwar als No-Brainer befunden, macht der Genrestreifen dennoch ordentlich Laune und liefert überdurchschnittlichen Gruselspaß für Horrormäuse allen Expertengrades. Review hier.

Das wär’s, wobei es eigentlich schon nach dem einleitenden Double-Feature durch war. Wer nicht beide loggt, kann auch direkt austreten. Wenn das nicht mal die Gelegenheit für ein großes JFK-Zusammenkommen ist! Apropos: Wie war das mit dem großen JFK-Meet-Up 2023? Es wurden zwar ein paar lose Vorschläge geäußert, die aber alle einen größeren Trip (wobei ich keine Ahnung, ob Stand Up Paddling auch irgendwo in Lüneburg geht, bestimmt bei Schröders Garten) beinhalten würden. Außerdem gab es ja auch schon Mini-Golf in großer Gruppe. Dennoch: Der Vorstand würde sich dennoch sehr freuen, wenn wir für August vielleicht ein non-cinematorisches Event konkretisieren können. Also gerne verschärft auf den Tisch hauen und seine favorisierten Vorschläge mit Liebe und Entschlossenheit in den Rachen des Restes prügeln. Am besten auch Terminvorlieben äußern. Grazie Mille.

Auch noch organisatorisch: Letztes Mal äußerte sich Bereitschaft zur Mithilfe an der Website. Trotzdem verlodderte die Seite letzten Monat mehr denn je. Baumannconsulting bitte Sie, sich an den Admins bei Interesse zur Mithilfe festzubeißen, bis sie handeln (der aufhören zu bluten und zu schreien).

Einen vorzüglichen Sommer und Holdrio

Ihr JFK-Präsident vom Zauberberg

Kategorien
Movie

»Mit Liebe und Entschlossenheit«

This event was held on the 15th of July | »Mit Liebe und Entschlossenheit« scored 7,5 Genusspunkte | @Abaton


As is often the case with Denis’ films, [this one] grows more illuminating as it gets hotter; what starts like a constrained and unusually jagged French drama is eventually forged into an incendiary portrait of three people who — to varying degrees — all delude themselves into thinking that the past is possible to quarantine away from the present.

David Ehrlich in IndieWire
Vincent ruft nur kurz den Tesla, damit Baumannconsulting ihn und Juliette schnell aus dem trantütigen Paris in das Scala Lüneburg, Programmkino des Jahres seit 30 Dekaden, bringen kann. Auch wenn ihr Film dort nicht läuft. Saftladen.
Trailer zu »Mit Liebe und Entschlossenheit«
Kategorien
Movie

»Oppenheimer«

This event was held on the 5th of August | »Oppenheimer« scored 8,312 Genusspunkte | @Scala


Eine Kernwaffe (Atomwaffe, Nuklearwaffe, Atombombe, Atomsprengkopf) ist eine Waffe, deren Wirkung auf kernphysikalischen Reaktionen – Kernspaltung und/oder Kernfusion – beruht. Konventionelle Waffen beziehen dagegen ihre Explosionsenergie aus chemischen Reaktionen, bei denen die Atomkerne unverändert bleiben. Die Entwicklung der Kernwaffentechnik begann mit dem Zweiten Weltkrieg. Zusammen mit biologischen und chemischen Waffen gehören Kernwaffen zu den Massenvernichtungswaffen. Bei der Explosion einer Kernwaffe wird sehr viel Energie in Form von Hitze, Druckwelle und ionisierender Strahlung frei. Dadurch kann eine Kernwaffe innerhalb kürzester Zeit eine ganze Stadt zerstören und hunderttausende Menschen töten. Die Strahlung verursacht akute Strahlenkrankheit und gesundheitliche Langzeitschäden. Durch den radioaktiven Niederschlag (Fallout) werden größere Gebiete verseucht. Durch die Kernspaltung eröffnete sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs die Möglichkeit, die Sprengkraft von tausenden Tonnen TNT in militärisch einsetzbaren Sprengkörpern zu realisieren. Die Weiterentwicklung zur technisch anspruchsvolleren Fusionsbombe versprach im Rahmen des Wettrüstens zu Beginn des Kalten Kriegs Bomben mit mehreren Millionen Tonnen TNT-Äquivalent. Die Atombombe wurde zuerst von den USA im Manhattan-Projekt entwickelt. Am 16. Juli 1945 fand der erste Kernwaffentest mit einer Kernwaffenexplosion unter dem Projektnamen Trinity (engl. ‚Dreifaltigkeit‘) statt. Am 6. und 9. August 1945 folgten die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, die hunderttausende Opfer forderten.

Joris
Baumannconsulting dropping the new domain nacktenazis.fun to the public
Trailer zu »Oppenheimer«
Kategorien
Movie

»Barbie«

This event was held on the 5th of August | »Barbie« scored 8,3125 Genusspunkte | @Scala


Reallife-Adaption der beliebten Super-RTL-Animationsreihe.

Inszeniert von Greta Gerwig, die nach »Lady Bird« und »Little Women« ultimativ ins Girl-Verse einsteigt. Mitgeschrieben von ihrem Ehemann Noah Baumbach, dem wir den Gute-Laune-Klassiker »Marriage Story« verdanken. Neben Margot Robbie als titelgebende Puppe, Will Ferrell, Simu Liu, Helen Mirren, Dua Lipa, John Cena und Michael Cera vor allem Ryan ‚Ry Ry‘ Gosling als Ken, der auch auf dem Soundtrack vertreten ist. Mit ihm zu hören sind dort unter anderem auch HAIM, Chali XCX und Nicki Minaj. Und natürlich Aqua.

Joris
Baucons-Shuttleservice, wenn Sweden wieder hittet.
Trailer zu »Barbie«
Kategorien
Preview

Preview Juni

Liebe Aktionär*innen,

Es ist Sommer, zumindest im Süden des mitteldeutschen Sibiriens. Klassischerweise die Phase, wo das Kino ein Loch bekommt, aber tatsächlich bekommen wir zum Strandwetter nochmal eine schöne große Kühlkiste voll mit buntem Kinoeis zum leerlutschen. Und da der Sommer näherrückt: JFK-Meet-Up 2023? Bitte Vorschläge in die Kommentare. Wobei der einst cinematorisch angepflanzte Stamm ja mittlerweile auch so von selbst zwischen Beeren und Bällen blüht. Das Sekretariat des Präsidenten bittet vielmals um Nachsicht hinsichtlich seines terminlich bedingten Fernbleibens (auch bei den letzten Monat insgesamt rar gesäten Kinoversammlungen). Es wird auf Besserung gehofft.

Nächster Absatz betriebsintern, für Filme direkt zum übernächsten springen.

In eigener Sache: Ich weiß nicht, inwieweit die Website überhaupt noch genutzt wird (gerne Rückmeldung dazu), doch gestaltet sich die Pflege aktuell etwas schwierig. Da ich zu den Events zuletzt weniger Kontakt hatte, hab ich die dazugehörigen Seiten lange nicht nach den Treffen aktualisiert, die Kategorien geordnet etc. Intern gab es schon Anfragen, ob man das umdeligieren könnte, aber bislang leider fruchtlos. Daher zwei Fragen: Will jemand bissl Website mithelfen? Vor allem aber: Lohnt es noch, das aktuelle Modell beizubehalten? Guckt noch jemand auf die Seite? Also ernsthafte Frage? Als Kommunikationsplattform und Archiv eigentlich ganz schön, aber weiß nicht, für wie viele das noch von Interesse ist. Gerne auch dazu in Kommentaren oder Gruppe melden.

Apropos archivarisch: Auf dem Fantasy Filmfest schon gesehen, aber vielleicht ist »Pearl« auch für den Rest interessant. Obwohl es das Prequel zum letztjährigen A24-Slasher »X« ist, funktioniert der Film auch völlig ohne den anderen Ti-West-Streifen je gesehen zu haben (Jasmin- und Felix-approved). Die Geschichte eines etwas irren Farmmädchens während der Spanisches Grippe, das von einer großen Karriere als Tänzerin beim Film träumt, wird dank Hauptdarstellerin Mia Goth (»High Life«, »Emma.«) zum furiosen Charakterdrama. Gut umgesenst wird dennoch, für alle Genrefreunde. Großer Spaß, gerade auf der Leinwand dank der knalligen Bilder! Mehr hier.

Wer nachvollziehbarerweise nicht Urlaub auf einer entlegenen Südstaatenfarm machen will, für den habe ich der goethischen Seelen Traum: Bella Italia. In »Nostalgia« wird das Drama um einen Mann, der in seine Heimatstadt Neapel zurückkehrt dadurch ein wenig mit Gangsterpfeffer gewürzt, dass sein enger Freund in der lokalen Unterwelt aufgestiegen ist. Atmosphärisch dicht regnen Musik und Bilder auf die heißen Straßen, waschen aber das Blut der kühlen Freundschaftsfabel nicht weg. In Cannes damals gut besprochen, mit Pierfrancesco Favino (»Il traditore«) in der Hauptrolle.

Manche wollen vielleicht auch nicht mit ihren zweilichtigen Freunden und deren Pferdekopf im Hotelbett schlafen, sondern teilen sich die Rechnung lieber mit ihrer Familie. Für die gibt es »The Adults« mit Michael Cera (»Scott Pilgrim«). Ein kleiner Film über Kleinstadt-Poker-Profi Eric, der eines Tages in seine alte Heimat zurückkehrt und nun etwas unbeholfen mit seinen entfremdeten Schwestern klarkommen muss. Feiner kleiner Film, der sicher einer der angenehmsten Überraschungen für mich auf der Berlinale war. Großartiges Ensemble, das sich die ganze Zeit mit sehr verspielten Gemeinheiten anfaucht in dieser warmherzigen Tragikomödie. Für Mumblecorefreunde (sowas in der Art von »Frances Ha« oder »Lady Bird«) auf jeden Fall ein Geheimtipp. Mehr hier.

Etwas verschroben, etwas awkward, doch witzig, doch melancholisch, das bekommt man normalerweise vor allem mit einem: Wes Anderson. Dessen neuer Film nach »The French Dispatch« oder »Grand Budapest Hotel« kommt nun ganz frisch aus Cannes in unsere heimischen Kinos. Für »Asteroid City« macht er diesmal einen besonders pastelligen Ausflug in die Wüst, wo der Weltraumwahn mit Besuchern in Untertassen belohnt wird. Mit dabei unter anderem Jason Schwartzman, Scarlett Johansson, Tom Hanks, Steve Carell, Jeff Goldblum, Maya Hawke, Jeffrey Wright und und und. Ihr kennt Wes Anderson. Ihr liebt Wes Anderson. Ihr bekommt Wes Anderson.

Statt 20.000 Stars gibt uns der nächste Film etwas ganz speziell für LO: »20.000 Arten von Bienen«. Der kleine spanische Drama rund um eine Mutter und ihre kleine Tochter, beide in eigenen Krisen. Bei der sechjährigen Lucía ist die Krise ganz handfest: Sie hat das falsche Geschlecht zwischen den Beinen. Intensiv gespielt, sehr feinfühlig, Bienen. In Berlin dieses Jahr vielfach ausgezeichnet, leider von mir dort verpasst, jetzt aber die Gelegenheit zum nachholen.

Ebenfalls zum Nachholen, weil anscheinend niemand Lua ins Kino begleiten wollte: »The Five Devils« kommt jetzt endlich auf MUBI. Feuriges Franzosenkino mit Adèle Exarchopoulos, hatte ich an anderer Stelle schon mal vorgestellt. Vielleicht jetzt mit Sofa-Zugang noch attraktiver für jene, die sich bisher noch nicht für entflammte Franzfrauen eingewählt haben.

Und natürlich für die Fantasy-Filmfest-Freunde unverzichtbar: Am 15. Juni startet der Horrorkracher »Bed Rest«. Bei Interesse bitte direkt bei Lua melden, der hat noch Freikarten.

Mindestens mit Wes Andeson dürfte diesen Monat glaube ich etwas dabei sein, wo man einige Gesichter wiedersehen kann. Meldet euch wie gesagt gerne bezüglich eines erneuten JFK-Meet-Ups.

Sonnige Grüße

Euer JFK-President

Kategorien
Movie

»Asteroid City«

This event was held on the 21st of June | »Asteroid City« scored 8 Genusspunkte | @Scala


If all of Anderson’s movies are sustained by the tension between order and chaos, uncertainty and doubt, “Asteroid City” is the first that takes that tension as its subject, often expressing it through the friction created by rubbing together its various levels of non-reality. Some might see that as self-amused navel-gazing, but the unexpected moment towards the end when Anderson finds a certain equilibrium between those contradictory forces — with a major assist from a movie star whose name you suddenly remember seeing in the credits some 100 minutes earlier — is so crushingly beautiful and well-earned that the artifice surrounding it simply falls away.

David Ehrlich in IndieWire
Wenn du nach Salzhausen rausfährst, aber die Haltestelle verpasst.
Trailer zu »Asteroid City«