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Movie

»The Killer«

This event was held on the 10th of November| »The Killer« scored 6,89 Genusspunkte | @Savoy


It is all entertainingly absurd and yet the pure conviction and deadpan focus that Fassbender and Fincher bring to this ballet of anonymous professionalism makes it very enjoyable. And there are moments when the veneer of realism is disquieting.

Peter Bradshaw in The Guardian
Michael Fassbender realisiert, dass er vielleicht gar nicht so isoliert und weit weg von allen anderen ist, sondern dass er sein Leben lang das Fernrohr falschherum gehalten hat.
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Movie

»Die Theorie von Allem«

This event was held on the 5th of November| »Die Theorie von Allem« scored 7,585 Genusspunkte | @Scala


Imagine that one of Hitchcock’s villains […] did not simply come from a place of murderous intent but from a different place altogether, perhaps another dimension. Imagine that villain’s supranatural malfeasance backdropped by jagged mountains, captured in black-and-white so crisp it could cut, and widescreen frames so wide whole Alpine ranges fit comfortably inside them. And imagine it all unfolding to a deliberately overpowering score, like Bernard Herrman and Scott Walker conceived a baby during a sonic boom. Now you are somewhere near Timm Kröger’s superbly crafted »Die Theorie von Allem« an overlong but enjoyable metaphysical thriller that delivers pastiche so meticulous it becomes its own source of supremely cinematic pleasure. 

Jessica Kiang in Variety
Der JFK (Junges Film Konglomerat) feiert seinen ersten Unabhängigkeitstag nach der jahrenlangen Besatzung durch den Jorisschen Autokraten (decolourized).
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Movie

»Dumb Money«

This event was held on the 7th of November| »Dumb Money« scored 6,47764 Genusspunkte | @Savoy


It’s a compelling story told in largely engaging fashion, anchored by Dano’s terrific turn as the eccentric, strong-willed Gill, who becomes an unlikely folk hero.

Frank Scheck in The Hollywood Reporter
Paul Dano als LB
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Dolby Atmos Movie

»Killers of the Flower Moon«

This event was held on the 21st of October| »Killers of the Flower Moon« scored 9,065 Genusspunkte | @Savoy


It’s a difficult balancing act for a filmmaker as gifted and operatic as Scorsese, whose ability to tell any story rubs up against his ultimate admission that this might not be his story to tell. And so, for better or worse, Scorsese turns »Killers of the Flower Moon« into the kind of story that he can still tell better than anyone else: A story about greed, corruption, and the mottled soul of a country that was born from the belief that it belonged to anyone callous enough to take it.

David Ehrlich in IndieWire
A VERY British picnic with four VERY American ladies.
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Movie Special Event

»Blue Jean«

This event was held on the 29th of September| »Blue Jean« scored 8 Genusspunkte | @Scala


It’s so rare in British cinema to see the „L“ in „LGBTQ+“ up there in such bold type, which makes Blue Jean not only a biting look at this historical moment but a riveting act of redress.

Tim Robey in The Telegraph
Vom Rotlicht in den violetten Farbverlauf, rein ins Orange, Weiß, Rosa. Spaß mit Flaggen und Lichtern.
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Movie

»The Wonderful Story of Henry Sugar«

This event was held on the 5th of October| »The Wonderful Story of Henry Sugar« scored 8 Genusspunkte | @JFK-Plaza


And so the stage is set for the most visually inventive film that Anderson has made thus far, one whose in-your-face theatricality and manic bricolage of nested subplots are so aggressive that even the recent “Asteroid City” — with its movie about a television program about a play within a play “about infinity and I don’t know what else” construction — feels measured by comparison. So while “The Wonderful Story of Henry Sugar” may be, in some respects, the most literal Dahl adaptation you could possibly imagine, the true author of this project is never in doubt.

David Ehrlich in IndieWire
Die Minzfarbe kann als Teil einer Gruppe von Minzpastellfarben beschrieben werden und ist eine Kombination aus Blau, Grün und Weiß. Die Farbe Mint ist außerordentlich vielseitig. Zu ihr passen Weiß, Naturtöne wie Sand oder Beige, Pastelltöne wie Gelb, Flieder oder Rosé, andere Minttöne und Grau.
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Movie

»El Conde«

This event was held on the 12th of October| »El Conde« scored 5,625 Genusspunkte | @JFK-Plaza


»El Conde« remains a spellbinding and mischievously spry spin on a deadly serious subject from a director who, in his tenth feature, continues to come up with audacious surprises.

David Rooney in The Hollywood Reporter
Stint-Kapitän LO merkte es erst zu spät. Es war gar nicht Saison in Bleckede. Das Hotel war leer, sogar die Farben hatten ihre Koffer gepackt. Hätte er seinen Urlaub doch nur über BauCons24 gebucht. Dort erhält er nicht nur die besten Preise, sondern auch Empfehlungen für Hin- und Rückfahrt, Zeltplatzrechtlage und Supermarktöffnungszeiten. We are always by your side.
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Preview

Preview September

Während die blonde Puppe noch immer auf der Atombombe tanzt, sinkt die Sonne immer früher und die Hosen werden länger. Eben noch paddelte man auf den glitzernden Flüssen – echte Männer genehmighten sich auch ein Bad – und schon sieht man das Packeis am Horizont. Es ist September und die Winde wehen. Raus aus dem Sommerloch, hinein in das Kino.

Im Hochschreiten der Scala-Treppe werfen wir noch einen Blick auf unser pittoreskes Herbst-Panorama. Was sehen wir: »Fallende Blätter«. Aki Kaurismäki, der Meister aus Finnland, ist zurück. Wer ist Kaurismäki? Ähnlich wie ein Jarmusch ein Meister des Lakonischen, des trockenen und absurden, oftmals finsteren Humors. Wortkarg, aber verdammt poetisch. Doch vor allem, wie Kaurismäki selber betont, „keine Kunstscheiße“. Nun ist der Finne zurück und holte sich an der Croisette direkt auch eine Palmen-Statue ab mit einer neuen kleinen Komödie über einsame Seelen, die übereinander stolpern. Diesmal zwei unverhoffte Liebende in einer Nacht in Helsinki.

Während es im frostigen Finnland herzerwärmend wird, ist es im Iran bei »Sieben Winter in Teheran« wirklich bitterkalt. Dabei könnte das Thema einen durchaus zur Weißglut treiben. Denn in der vielfach prämierten Dokumentation geht es um eine Studentin, die nach sieben Jahren Haft gehängt werden soll. So lautet das Urteil für den Mord den sie begangen haben soll. Nur war jener Mord Selbstverteidigung gegen einen Vergewaltiger. Der Film rollt nun die Akte noch einmal auf.

Ein weiterer Dokumentarfilm kommt mit »Auf der Adamant« angeschippert. Nicolas Philibert ist einer der empathischsten Dokumentaristen Frankreichs und konnte dieses Jahr in Berlin den Goldenen Bären gewinnen. Die titelgebende Adamant ist ein Schiff, das mitten in Paris schwimmt. Nur ist es kein Fischkutter, sondern eine Tagesklinik für psychisch erkrankte Menschen. Philibert begleitet nun die kreativen Therapieansätze aus nächster Nähe und entwirft ein Gegenbild zum maroden Gesundheitssystem.

Ihr wollt Crazyness nicht als Thema, sondern als filmisches Prinzip? Gut, dann ab zu »The Creator«. »Rogue One«-Macher Gareth Edwards entwirft einen dicken Sci-Fi-Streifen, in dem John David Washington (»Tenet«, »BlacKkKlansman«, »Amsterdam«) der übermächtigen K. I., mit der die Menschheit im Krieg liegt, ihre Superwaffe abluchsen. Das Problem: Die Waffe ist ein kleines Kind. Ein Androiden-Kind. Könnte doof werden, vielleicht aber auch ganz cool. Vielleicht besser als »65«. Musik von Hans Zimmer!

Das Gegenteil von Futurismus gäbe es bei »Within Our Gates«. Oscar Micheaux hat 1920 hiermit den ersten afroamerikanischen Film aller Zeiten gedreht, zumindest den ältesten, der erhalten geblieben ist. Ein Drama um Selbstbestimmung, Rassenspannung und Lynchjustiz. Das Scala zeigt es mit KOSTENLOSEM EINTRITT einmalig auf der großen Leinwand!

Noch zwei ganz frisch gegrillte Mini-Steaks vom Lido, die beide auf Netflix kommen werden:

Zum einen ist da »El Conde«. Pablo Larraín pendelt nach seinem Lady-Di-Porträt »Spencer« zurück in seine Heimat Chile. Und wie schon bei seiner letzten Rückkehr mit dem feurigen Tanzdrama »Ema« hat er etwas sehr Stylisches und völlig Neues im Angebot. Wobei: Genau wie bei Lady Diana und Jackie Kennedy nimmt er eine historische Berühmtheit und fügt einen gewissen Spin hinzu. Diesmal ist der Spin nur wirklich abgedreht. Denn Augusto Pinochet, dem chilenischen Diktator der 70er und 80er, widmet er sich in einer schwarzweißen Horrorsatire. Bei Larraín ist Pinochet nämlich ein jahrhundertealter Vampir. Vom römischen Imperium über Ludwig XVI rein in das vielleicht dunkelste Kapitel der chilenischen Geschichte. Illustriert wird dies in vorzüglichen Bildern von Edward Lachman (»Dark Waters«, »Carol«, »Light Sleeper«).

Zum anderen ist da Neues von Wes Anderson! Wobei es „nur“ ein Kurfzilm ist. Nach »Der fantastische Mr. Fox« widmet sich Anderson zum zweiten Mal mit »The Wonderful Story of Henry Sugar«. Darin wird Benedict Cumberbatch vom Guru, der ohne Gebrauch seiner Augen sehen kann (???), zum Meister-Betrüger beim Glücksspiel. Um ihn herum bekommt er Ralph Fiennes, Dev Patel, Ben Kingsley, Richard Ayoade und Rupert Friend gestellt. Für mehr Superstars war auf 39 Minuten nicht Platz.

Zick-Zack-Huckepack, das war’s auch schon. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bedanken für die zahlreiche Teilnahme am diesjährigen JFK-Meet-Up. Ich hoffe, die Bande konnte gestählt und etwas Kinoodem kollektiv eingeatmet werden, sodass nach diesem Sommer die Splittergruppen an ihren fernen Orten weiter Filme für unser Filmtagebuch sammeln können oder vor allem die vor Ort weiter unser Antiltz in Scala und Abaton pflegen können.

Hochachtungsvoll

Ihr JFK-President

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Movie

»Fallende Blätter«

This event was held on the 17th of September| »Fallende Blätter« scored 7,33 Genusspunkte | @Scala


An 81-minute film that’s as crisp and bittersweet as a late autumn breeze, Kaurismäki’s latest might amount to little more than a bauble in the end, but it offers a stirring reminder — both with its story, and through the experience of watching it — that life can only be so bleak so long as you can still go to the movies and escape it for a little while.

David Ehrlich in IndieWire
»Seikkailujen maailma«, »Brief Encounter – Begegnung«, »The Dead Don’t Die« und »Le Mépris – Die Verachtung« (v.l.n.r.), davor zwei Randoms.
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Preview

Preview August

Wir sind voll im Sommerloch, was aber vielleicht gar nicht so schlecht ist. Denn umso besser können wir uns möglicherweise auf die wenigen vorhandenen Starts konzentrieren. Schließlich war der Track Record des JFKs in den letzten paar Monaten… dünn? Aber nicht schlimm, so fällt das Sommerloch weniger auf und vielleicht ragen so die wenigen Events als besondere heraus. Denn den ein oder anderen herausragenden Film haben wir diesen Monat tatsächlich.

Hightlight des Monates ist bestimmt »Past Lives«. In Sundance ist das Publikum schon ausgerastet und für die Europapremiere in Berlin kann ich bestätigen, dass die Leute sich auch gar nicht mehr eingekriegt haben. 4,3/5 auf Letterboxd, 8,4/10 auf IMdB, 94/100 auf Metascore. Dabei ist der eigentliche Film dahinter ganz klein und schlicht. Zwei Kinder in Korea vergucken sich ineinander. Das Mädchen zieht mit seiner Familie weg nach Amerika, der Junge bleibt zurück in Seoul. Jahre später nehmen sie wieder Kontakt auf. Sie spüren, was zwischen ihnen war, wissen aber auch, dass ihr Leben fortgeschritten ist. Zumal sie jetzt verheiratet ist. Das könnte jetzt melodramatisch werden, aber Celine Song geht einen anderen Weg mit ihrem Liebesdrama. Es ist ein überaus feinsinniger, reifer Film, der dennoch nicht seinen charmanten Witz und sein romantisches Träumen verliert. Das Ende ist einer der herzergreifendsten und kitschloses Momente des Kinojahres. Review hier.

Als alte »Everything Everywhere All at Once«-Fans wollt ihr gerne wieder Asiaten in Amerika, aber nicht mit so viele komplizierte Emotionen wie bei »Past Lives«? Kein Problem! Dafür haben wir »Joy Ride«! Eine wilde Randalekomödie mit Girlpower im Zentrum, allem voran der Goldenen-Luxusburger-Gewinnerin Stephanie Hsu (»Everything Everywhere All at Once«). Sie ist eine von vier Amerikanerinnen mti asiatischen Wurzeln, die nun in quer durch die Heimat ihrer Vorfahren auf der anderen Seite des Pazifiks reisen, auf der Suche nach einer der Mütter der Crew (yay, noch ein Film über Mutterkomplexe mit Stephanie Hsu🥳). Fun Fact: Um den Film gab es eine kleine lächerliche Kontroverse, nach einer Review, die schrieb über die Komödie schrieb: Objectifies men, targets white people. All shock value, ‘look at me’ attitude. Natürlich kochte das Ganze hoch und wurde zum medialen Cancel-Krieg. Also: Ihr wurdet gewarnt. Aber wann hat der JFK je einen kontroversen Film gescheut?

Apropos Filme mit J, die von Frauen sind und Film-Kontroversen involvieren, und ‚Look at me‘-Attitude: Der Eröffnungsfilm des diesjährigen Cannes-Festivals kommt in die deutschen Kinos, »Jeanne du Barry«. Maïwenn hat sich für ihren Film selbst gecastet als die legendäre Regentenverführerin und wickelt in ihrem großen Kostümdrama Ludwig XV. (das ist der nach dem Sonnenkönig und vor dem, der in der Revolution den Kopf verliert) um den Finger. Und der wird gespielt von jemanden, der sowieso nur gute Erfahrungen mit Frauen gemacht hat: Johnny Depp feierte an der Croisette dieses Jahr sein großes Comeback auf dem roten Teppich. Das fand nicht jeder toll und auch das Projekt wurde insgesamt gemischt bewertet, doch alleine für Johnny geh ich rein.

Wo ich auch gerne reingeganden wäre, war bei der Berlinale »Passages«. Aber leider waren die Tickets ausverkauft und ich habe einen spanischen Experimentalfilm über Seelenwanderung geguckt, wo man zwanzig Minuten lang die Augen schließen muss. Ich habe also wertigen Ersatz bekommen, aber jetzt bekommen wir die Gelegenheit zum gemeinsamen Nachholen. Regisseur Ira Sachs kommt aus der New Yorker Indie-Kunstszene, erzählt hier aber einen sehr europäischen Film. Denn in Paris entfaltet er eine lustvolle Ménage-à-trois zwischen zwei Männern und einer Frau. Nur steht nicht die Frau in der Mitte, sondern einer der Typen. Gesandwiched wird hier Franz Rogowski, der gegenwärtig beste Darsteller unseres Landes (»Undine«, »Luzifer«, »Ein verborgenes Leben«), auf der einen Seite die Französin Adèle Exarchopoulos (»The Five Devils«, »Blau ist eine warme Farbe«, »Smoking Causes Coughing«), auf der anderen Seite aus Großbritannien importiert Ben Whishaw (»James Bond«, »Paddington«, »Women Talking«). Sex, Tanzen, Drama. Nicht euer TikTok-Feed, sondern großes Kino in 90 Minuten.

Und während MUBI »Passages« ins Kino bringt, bringen sie »Medusa Deluxe« zu euch nach Hause. Während eines Friseurwettbewerbs ereignet sich ein Mord. Der Film ermittelt in fließender Bewegung durch Neon-Licht-Flure den Killer. Kamera Robbie Ryan (»The Favourite«, »C’mon, C’mon«, »Marriage Story«). Wie jemand auf Letterboxd sagt: „Climax but they’re hairdressers“.

Also: Überschaubar. Sex und Freundschaft, zwischendurch Morde und Mütter. Hoffentlich sieht oder hört man sich irgendwo, spätestens beim großen JFK-Sommer-Meet-Up. Denkt dran: 27.08.! Näheres nochmal zusammengefasst von den Zuständigen in Kürze.

Munter bleiben

gez. JFK-President