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Movie

»Alcarràs«

This event was held on the 14th of August 2022 | »Alcarràs« scored 6,5 Genusspunkte | @Scala


In its expert blend of vivid cinematography and naturalistic performances, Alcarràs creates a refined study of heritage that understands life’s permanent absence of resolution – with every hard-earned answer comes a new riddle.

Rafaela Sales Ross in The Playlist
Schluss mit Ungeziefer im Garten! Wir verraten Ihnen, wie sie umweltfreundlich gegen Blattläuse, Ameisen und andere Schädlinge vorgehen. Einfache Hausmittel mit großer Wirkung.
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Movie

»Aloners«

This event was held on the 9th of August 2022 | »Aloners« scored 7,06 Genusspunkte | @JFK-Plaza


Eine junge Frau arbeitet in einem Call Center einer Kreditkartenfirma in Seoul; abgesehen von den Kundenkontakten per Telefon, die sie routiniert abarbeitet, pflegt sie kaum soziale Beziehungen, sondern bleibt für sich und in den engen Grenzen eines routinierten Alltags. Selbst der Tod ihrer Mutter scheint sie kaum zu berühren; um ihren Vater kümmert sie sich danach auf kühl-distanzierte Weise, indem sie ihn durch eine in seiner Wohnung versteckte Webcam im Auge behält. Durch den Tod eines Nachbarn und eine neue Aufgabe im Job, die sie zwingt, eine junge Frau einzuarbeiten, bekommt der Panzer ihrer Isolation schließlich Risse. Eine stille, von einer starken Hauptdarstellerin und einer präzise beobachtenden Inszenierung getragende Milieustudie über großstädtische Einsamkeit.

Filmdienst
Auch in Singapur hört man: Baumannconsulting Spots werden immer in Dolby Atmos abgemischt.
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Movie

»Nope«

This event was held on the 11th of August 2022 | »Nope« scored 7,725 Genusspunkte | @Filmpalast


It doesn’t hurt that Peele’s latest boasts some of the most inspired alien design since H.R. Giger left his mark on the genre, or that Kaluuya’s eyes remain some of Hollywood’s most special effects, as “Nope” gets almost as much mileage from their weariness as “Get Out” squeezed from their clarity. It’s through them that “Nope” searches for a new way of seeing, returns the Haywoods to their rightful place in film history, and creates the rare Hollywood spectacle that doesn’t leave us looking for more

David Ehrlich in IndieWire
Pferd mit Cowboy und -girl auf einer Greenweide.
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Preview

Preview Juli

Sommerloch, Sommerloch, Sommerloch! Wir sind drin und es hittet RICHTIG hart. Am Horizont warten zwar große Titel, aber die sind noch ’ne ganze Ecke weg. Ich hab mal für euch zusammengekehrt, was noch in den Ecken rumlag, wobei ich aber nicht versprechen kann, ob wir dabei überhaupt irgendwas in die Finger bekommen. Aber immerhin hat die Chefetage so etwas länger Zeit, sich noch etwas für die nächsten Stempelkartenstufen zu überlegen. Aber wegen Klausuren- und Prüfungsphasen hätte ja klassischerweise eh fast keiner Zeit. Dennoch hier, was man sich bei Bedarf zwischen die Kiemen stopfen kann, bevor man zur Abkühlung bei den Rekordtemperaturen in das nächste Gewässer springt.

Apropos Fische, passenderweise schippern wir in die Welt der Fischernationen, soll heißen in das ferne Ostasien. Den Anfang macht eine Insel, nämlich Taiwan. Von dort kommt der Gewinner des Max-Ophüls-Preises 2022 »Moneyboys«. Bevor jetzt die Ersten aus dem Bett steigen, um den Swag oder einfach eine Flasche Orangensaft aufzudrehen (da müssen Choices gemacht werden), muss ich euch leider enttäuschen: Nein, der Film ist nicht Hip-Hop. Zumindest nicht im engeren Sinne. Erzählt wird eine Geschichte aus der Welt schwuler Sexarbeiter, getaucht in die melancholischen Neonlichter der Großstadt. Im Zentrum steht Fei, dessen Familie zwar sein Geld vom Strich akzeptiert, aber nicht seine Arbeit selbst, weswegen er versucht ein neues Leben zu starten mithilfe des unbändigen Long. Doch dann trifft er seine Jugendliebe Xiaolai wieder. Ein bisschen Romantik, ein bisschen Gangster. Quasi wie unser österreichischer Lieblingslyriker.

Wir gehen von der Insel runter auf das Festland in die Volkrepublik China. Während sein »Cliff Walkers« jetzt im Juni bloß auf DVD nach Deutschland kam, kommt Zhang Yimous anderer neuer Film »Eine Sekunde« zumindest allem Anschein nach tatsächlich doch ins Kino. Das ist insofern spannend, als der Film 2020 auf Anweisung der chinesischen Regierung aus dem Wettbewerb der Berlinale gezogen wurde. Nicht ganz unerwartet, denn es geht zwar im Grunde um die Liebe zum Kino, aber eben bei einem Filmfan, der während der Kulturrevolution aus einem Arbeitslager flieht. Zhang ist dafür bekannt, ein paar der bedeutendsten Filme über diese Zeit gedreht zu haben und seine intensiv gespielten wie bildgewaltigen Historiendramen gewannen auch stets überall Preise, doch in China weht mittlerweile wie es scheint ein rauerer Wind. Jetzt bekommen wir »Eine Sekunde« aber endlich doch zu sehen.

Schwärzer sehe ich jedoch bei einem Film, für den wir wieder auf eine Insel gehen. Der Japaner Kiyoshi Kurosawa war ursprünglich für seinen atmosphärischen J-Horror bekannt, doch mittlerweile ist er auch zum präzisen Dramenregisseur avanciert. In »To the Ends of the Earth« reist er mit der schüchternen Moderatorin einer Reisesendung nach Usbekistan, um einen mythischen Fisch zu filmen. Womit wir den Zirkel zur Einleitung schließen. Und meiner Furcht, ob man den irgendwo zu sehen bekommt. Es gäbe zumindest eine Online-Möglichkeit.

Welcher Film auf jeden Fall läuft, an dem ich aber mittlerweile das Interesse eher verloren habe, den ich Interessenten aber nicht vorenthalten will, ist »Men«. Alex Garland (»Ex Machina«, »Annihilation«) kehrt mit einem stylischen A24-Horrorstreifen zurück, in dem Jessie Buckley in surrealen Folk-Träumen von unheimlichen Männern verfolgt wird, die irgendwie alle gleich aussehen. Kritiken waren ziemlich gemischt, Atmosphäre, Schauspiel und Bilder immer gelobt, aber die ganze Allegorie (wAS KöNnTe DAs alLeS dEnN nUR BEdeUtEn? HhHhHHhhHmmmmm…) ist mir dann doch bissl zu platt. Aber wer schon bei »Der Unsichtbare« von der DEEPNESS beeindruckt war, kann gerne rein.

Wo ich aber mal wohl die Gelegenheit nutzen werde, ist die Wiederaufführung von »Léon – Der Profi«. Der legendäre 90er-Liebling über Jean Reno als New Yorker Mafiakiller, der sich der kleinen Natalie Portman in wirklich ganz jung, aber schon voll cool annimmt. Als wilden Gegenspieler gibt es Gary Oldman als korrupten Cop. Luc Besson (»Das fünfte Element«) ist zwar eher ein Blender als wirklicher Auteur, aber einen guten Abend wird man sicher haben. Außerdem wurde der Film erst unlängst neu restauriert! Läuft leider nicht in Lüneburg, aber Hamburg (und sicher auch Mannheim (und selbstverständlich die Weltstadt Marburg)) liefert.

Während im Kino nur mit Glück irgendwo hinter der Slushmaschine was zu finden ist, finden wir unter bzw. auf dem Sofa möglicherweise gleiche eine doppelte Gaudi (und ich meine nicht den spanischen Architekten (LOL, Architektur-Joke (Der geht raus für meine Barcelona-Homeboys (also nur an Aaron und Nathalie, die das hier nicht lesen(Jasmin war auch dabei, aber das vergesse ich immer wieder)))).

Zum einen kommt auf Disney+ »Bob’s Burger – Der Film«. Ein paar kennen vielleicht die Serie, doch der Animationsfilm soll auch problemlos ohne Vorwissen funktionieren. Die Komödie handelt davon, wie der titelgebende Burgerladen erst durch einen Wasserrohrbruch bedroht scheint, aber dann in dem Nass vielmehr ein neues, optimales Geschäftsmodell für den Sommer findet. Klingt witzig und sympathisch nach einer launigen Abkühlung für die Hitzerekorde.

Der andere Film ist schon ein bisschen länger verfügbar, aber ich präsentiere ihn euch dennoch jetzt für Juli. Das dicke Ding passt nämlich super in unser Sommerloch. »RRR« ist ein indischer Film aus dem sogenannten Telugu-Kino (heißt unter anderem damit auch: nicht Bollywood), der vollkommen irre abgeht. Über drei Stunden sehen wir hier zwei echten Revolutionären in den 1920ern zu, wie sie in einem fiktiven Buddy-Abenteuer alles erleben, was man sich so für ein Action-Epos ausdenken kann. Mehr Spektakel, mehr Bromance, mehr Historien-Musical-Action-RomCom-Blockbuster bekommt man laut der sich jetzt schon spinnenden Legenden nirgends. Kritiker wie Fans überschlagen sich vor Begeisterung. Ach komm, machen wa.

Das ist es, ein bisschen hab ich wie gesagt zusammenbekommen können. Sehr abseitiges Zeug, aber vielleicht habt ihr ja ein wenig Lust auf ein bisschen Asia-Pfanne, ’nen warmgemachten Franzosen und ’nen juten Burger.

Bevor ich mich für diesen Monat verabschiede, wollte ich im Namen der Chefetage noch einen Vorschlag in den Raum werfen: Wie wäre die Stimmung für ein JFK-Meet-Up irgendwann im Sommer? Na klar, ich kann mir schon die Einwände denken. Ich muss Hausarbeiten schreiben, ich muss für meine Prüfung lernen, ich muss die Kinder in Bochum hüten. Klar, aber der Sommer ist lang. Dann kann man natürlich auch einwänden, dass eh alles voller Geburtstage ist, dass man nicht mit solchen Gestalten wie Joris (sehr versnobt), LB (brachial bonzig), Lua (hammermäßig haarig) oder Marcus (trommelt so laut und dann auch noch HSV-Fan) rumhängen will. Und natürlich sieht man sich auch mal in größerer Gruppe bei Toptiteln wie dem heiß erwarteten »Nope« im August. Aber vielleicht könnte man sich ja auch einfach mal so irgendwann ganz ohne Kino oder überhaupt Filme treffen, wenn eventuell mal alle in die Welt zerstreute Mitglieder wieder in der Gegend sind. Keine Ahnung, ob was Trinken, am Wasser, im BaumannSPA oder sonst wie. Schließlich müsste man ja mal auch ein Mitgliedsvollversammlungsbild mit allen Köpfen machen. Wäre das was? Ja? Nein? Spuckt mich gerne in der WhatsApp-Gruppe, hier in dern Kommentaren oder auch ganz problemlos in echt an oder äußert vergleichbare Meinungen.

LO macht sich extra hübsch für euch!

Apropos Kommentare: Baumannconsulting hat sich sehr gefreut, dass die Kommentarfunktion letztes Mal genutzt wurde. Das PR-Team hat sich bemüht, effektiv zu antworten. Auch diesmal würden wir uns wieder auf Interaktionen mit ihn als freudiges Klickvieh freuen. Teilen Sie uns, sollte sie unwahrscheinlicherweise hier noch lesen, mit, was sie für die Stempelkartenstufen 4, 7 und 333 gerne als Belohnung hätten. Die besten Vorschläge werden offiziell erwogen, besonders für Stufe 333, bei Issos Keilerei.

Haben Sie alle einen nicht zu heißen Start in den Sommer, viel Erfolg bei den Prüfungen und gönnt euch einen kühlen Durstlöscher Zuckerwatte (ich denk mir diese Sorte nicht aus).

Hochachtungsvoll

Ihr JFK-President

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»RRR«

This event was held on the 18th of July | »RRR« scored 7,63125 Genusspunkte | @JFK-Plaza


People who hand-wring about movies being dead really need to check this one out. RRR proves that, yes, cinema is alive and well, but only if you’re willing, every now and again, to look past your backyard.

Cory Woodroof in The Playlist
Zwei indische Erasmus-Studenten gehen in Marburg zu ihrem Wohnheim hoch. Deswegen dauert der Film drei Stunden.
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»Bob’s Burger – Der Film«

This event was held on the 1st of August 2022 | »Bob’s Burger – Der Film« scored 6,99778 Genusspunkte | @JFK-Plaza


The Bob’s Burgers Movie isn’t exactly breaking new ground for this world and these characters, but instead, is showing how impeccably crafted and brilliant this world is when it’s firing on all cylinders.

Ross Bonaime in Collider
Mann fällt auf, dass er die fünf Kinokarten nicht für morgen, sondern für gestern gekauft hat. Fiktiver Vorfall.
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»Men«

This event was held on the 16th of August 2022 | »Men« scored 5,25 Genusspunkte | @Studio Kino


To put it in a way the kids do: Men is vibes.

Jordan Hoffman in The A.V. Club
Frau steht vor an einem Waldweg, der aufgrund der Pflanzenwucherungen und der Pfützengröße im Wendland sein müsste. Aber was zur Hölle will die da?
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Movie

»To the Ends of the Earth«

This event was held on the 18th of August 2022 | »To the Ends of the Earth« scored 7,66 Genusspunkte | @JFK-Plaza


Trying to explain how this movie works as well as it does, without using excessive jargon or some kind of audiovisual aide, is tricky since “To the Ends of the Earth” isn’t about anything less than its heroine’s uncertain relationship with her foreign environment, and what she chooses to communicate simply by being seen and heard. Which is often thrilling to behold, but not so much to explain.

Simon Abrams in RogerEbert.com
Das Filmteam hat den mythischen Fisch gefunden. Das ist ein Fisch. Er ist sehr mythisch, deswegen wirkt er wie eine Ziege. Aber es ist ein Fisch. Ein Fisch.
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Movie

»Moneyboys«

This event was held on the 29th of July 2022 | »Moneyboys« scored 8,5 Genusspunkte | @Scala


Ein junger chinesischer Prostituierter unterstützt seine Familie in seinem Heimatdorf, die zwar das Geld nimmt, aber seine sexuelle Neigung verachtet. Er selbst steckt in einem erotischen Dreieck mit zwei jungen Männern fest. Das subtile Underdog-Drama durchleuchtet in ruhigen Bildfolgen den unauflösbaren Konflikt zwischen privatem Glücksstreben und gesellschaftlichem Erwartungsdruck. Die tragische Romanze ist dabei in ein vielfältiges Geflecht aus sozialen Beziehungen und gesellschaftlichen Konflikten eingebunden.

Filmdienst
Zwei taiwanesische Touristen chillen im Raucherbereich des BaumannSPA. Immer noch besser riechend und gesünder als Duftkerzen.
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Preview

Preview Juni

Nachdem der Mai es geschafft hat, exakt null seiner Filmstarts in ein Kinoevent zu verwandeln, rauscht nun der Juni nach und bäumt sich nochmal als Welle auf, bevor wir in den Mariannengraben des Sommerlochs gespült werden. Das soll nicht heißen, dass wir viel im Angebot hätten. Doch dafür haben wir ein paar richtig eigene Charaktere. Und einer von ihnen ist Nicholas Cage. Diesmal wirklich. Hoffentlich.

Springen wir doch gleich einmal ins kühle Nass mit einem Superlativ, sogar einem doppeltem. »Der schlimmste Mensch der Welt« ist nämlich einer der Filme, auf die ich mich dieses Jahr mit Abstand am meisten freue. Joachim Trier (»Thelma«) vollendet seine Oslo-Trilogie mit einer tragikomischen Romanze über die Karriere und das Liebesleben einer jungen Norwegerin. Sex, Tränen, Herzensbrüche und Zigarettenrauch. Alles, was ich in meinem Leben brauche. Der Film hat sich nach seiner Cannes-Premiere direkt zum Publikums- und Kritikerliebling zugleich entwickelt und wird immer wieder als Instant-Klassiker bejubelt. Mitunter munkelt man von einem skandinavischem »Frances Ha«. Renate Reinsve hat für ihre Leistung in Cannes den Preis für die Beste Darstellerin gewonnen.

Ebenfalls lief damals im Wettbewerb an der Croisette ein kleiner Film, der deutlich weniger Aufmerksamkeit erhielt, bei mir aber sofort grell auf dem Radar blinkte. Und jetzt ist er da. »Onoda« erzählt die Geschichte des gleichnamigen japanischen Soldaten, der auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs weiter im philippinischen Dschungel kämpfte, weil er die Kapitulation des Kaisers für einen Trick der Amerikaner hielt. Ergo blieb Onoda mit seiner stetig kleiner werdenden Kompanie verschanzt, bis er schließlich alleine war. Doch er hielt durch. 29 Jahre. Nicht umsonst wollte Werner Herzog lieber Onoda treffen als den japanischen Kaiser und hat über den Urwaldkämpfer auch seinen ersten Roman geschrieben. Der Film nun ist aber nicht vom Werner, konnte aber dennoch allgemein begeistern. Ein bisschen Abenteuer, ein bisschen Überlebensthriller, ein bisschen Buddydrama, ein bisschen Apokalypse. Das kann sich nur die Realität ausdenken.

Denn wie sagte Fatoni schon „Es wird immer schwieriger für Satiriker, die Realität ist schlimmer als jede Ironie“. Das hat auch der gnadenlose Arthouse-Auteur Bruno Dumont begriffen, weswegen er nach seinen Jeanne-d’Arc-Metal-Musicals nun zur barocken Satire greift und malt in »France« eine grelle Karikatur der Medien und des Journalismus. Dumont ist dafür bekannt, keine Gefangenen zu machen und feiert das Absurde unbequem und hemmungslos. Besonders gefeiert wird im neuen Werk des Meisters aber Léa Seydoux (»No Time to Die«, »The Lobster«, »The French Dispatch«), deren energetisch bissige Performance als schillernde Kriegsreporterin zu den Besten des Jahres und in Seydouxs Karriere gezählt wurde.

Wir fädeln eine weitere Perle auf die Kette der schwierigen Protagonisten mit einer der härtesten Sorte an Menschen: Briten. Tim Roth (»Reservoir Dogs«, »The Hateful 8«) macht in »Sundown« Ferien mit seiner Familie. Sonne, Strand, Acapulco. Doch da erschüttert ein tragisches Ereignis die Urlauber. Zumindest den Rest. Der Vadder bleibt entspannt. Roths Charakter, im Guardian beschrieben als „wonderfully relaxed sociopath“, macht aus dieser existentiellen Tour-de-Force am Infinty Pool eine düsteren Studie, das vor allem von seinem großartigen Hauptdarsteller getrieben wird. Großes Schauspielerkino zum Einstimmen in den anschmelzenden Sommer, unter anderem auch mit Charlotte Gainsbourg (»Melancholia«, »Nymphomaniac«).

Am sommerlichen Pool sitzen auch Nicolas Cage und Pedro Pascal in »Massive Talent«. Vor einigen Wochen wurde der Film hier schon einmal vorgestellt, jetzt soll er endlich wirklich kommen. Mittlerweile gab es auch schon einige skeptische Stimmen, aber für eine gute Kanonade Nonsens sollte die Sache doch wohl gut sein. Was erwartet man sonst auch von Nicolas Cage, der Nicolas Cage spielt?

Ein großer Star, dessen Selbstwahrnemung etwas gestört ist, ist bekanntermaßen auch Buzz Lightyear aus »Toy Story«. Der bekommt jetzt ein Spin-Off. Und es sieht eigentlich gar nicht so unsympathisch aus. Für ein bisschen fantasievolle Weltraumaction und große Animationskraftakte kann man »Lightyear« wohl mal eine Chance geben.

Doch der kleine Spielzeugastronaut ist nicht der letzte Filmstar diesen Monat. In »Der beste Film aller Zeiten« sammeln sich gleich mehrere. Denn ein spanischer Multi-Milliadär will sich zu seinem 80. Geburtstag selbst das titelgebende cinematorische Geschenk machen. Dafür engagiert er eine exzentrische Regisseurin, die wiederum einen großen Theater-Darsteller und einem Leinwand-Superstar ins Boot holt. Die Drei haben jedoch unterschiedliche Vorstellungen vom Projekt. Und ihre Persönlichkeiten erlauben ihnen auch nicht nachzugeben. Hochkarätig besetzt mit Penélope Cruz (»Parallele Mütter«, »Offenes Geheimnis«, »Vicky Cristina Barcelona«), Antonio Banderas (»Leid und Herrlichkeit«) und der argentinischen Größe Oscar Martínez entfaltet sich hier lustvoll eine herrliche abstruse Groteske. Das Regieduo dahinter konnte schon mit »Der Nobelpreisträger« (DER Netflix-Geheimtipp) eine der originellsten, intelligentesten und bösesten Komödien des letzten Jahrzehnts landen. Und der Titel ist ja auch angenehm bescheiden.

Im Streaming gibt es noch eine ganz ganz ganz schwierige Person aus der Filmwelt: Adam Sandler. Auf Netflix. Wer jetzt noch nicht schreiend weggelaufen ist, den sei vorsichtig und mit Vorbehalt das Basketball-Drama »Hustle« offeriert. Sandler versucht mal wieder einen ernsten Film mit einem talentierten Nachwuchsregisseur zu drehen zu machen, was erstmal interessant sein könnte. Wohl eher klassisches Sportdrama, aber da er zum Streamen ist, kann man wohl mal einen Blick riskieren, sollten die Kritiken nicht zu vernichtend sein. Nicht zuletzt konnte Sandler ja vor nur 2 Jahren erst eine Goldene Schnecke gewinnen, also geben wir den Mann mal noch nicht völlig auf. Ist ja auch teil der sportlichen Fairness.

Da haben wir doch mal ein paar interessante Rendez-vous-Möglichkeiten vor uns mit Astronauten, Cunts im doppelten Sinne und Nicolas Cage. Wer den Pride Month zelebrieren will, wird bei den Neustarts wohl leider enttäuscht, aber dem sei die Themenreihe dazu auf MUBI diesen Monat angeraten. Ansonsten haben wir aber das, was den JFK ausmacht: Sich auf schwierige Menschen, die irgendwas mit Film zu tun haben, einlassen. Da mag man bei aller Schrulligkeit gar niemandem einem Korb geben. Nicht mal dem Basketballer. Touchdown.

Massive Grüße

Ihr schlimmster Mensch der Welt und bester Präsident aller Zeiten

P.S.: Sollten Sie diese Preview gerne gelesen haben, sich auf den Monat freuen und auch weiter cinematorische Aussichten auf die Glotzböbbel gebatscht bekommen wollen, lassen Sie und doch gerne hier oder unter einer Eventseite einen Kommentar da. Mit dem Film, auf den Sie sich am meisten freuen, Ihr heutiges Frühstück oder den Bahnhof, auf den Sie gerade auf den gleich ausfallenden Zug warten. Merci (auch, aber nicht nur die Schokolade)!