This event was held on the 6th of March 2020 | @ Scala
» For Sama « scored 8,5 Genuspunkte
Das erste ist eine oscarnominierte Dokumentation: „For Sama“. Es handelt sich hierbei um das Werk einer syrischen Mutter, die einen Film über die Ereignisse in Syrien für ihre neugeborene Tochter dreht. Als monumentaler Meilenstein von Publikum und Kritikern angepriesen, porträtiert „For Sama“ eindringlich die Schrecken des Krieges aus dem Blickwinkel einer Frau, die gerade Mutter geworden ist. Heißester Anwärter aktuell für die Goldene Schnecke für den besten Dokumentarfilm 2020.
Joris
Regisseurin und Protagonistin in Waad al-Kateab in » For Sama «
Wir haben einen Januar der Enttäuschungen und einen
genremarinierten Februar hinter uns. Nun endlich kann das Kunstkino kommen. Wir
haben ein sehr buntes Programm, rund um den Globus, mit ein paar wirklichen
zuckrigen Sahnehäubchen.
Gleich zu Beginn des Monats kommt ein Film, auf den ich mich
schon sehr freue: „Emma“ mit Anya Taylor-Joy („The Witch“). Endlich bekommen
wir mal wieder eine Jane Austen Verfilmung, die den Ton der Meisterin richtig
einfängt. Verspielt, clever, feurig und bissig. Diesmal gekleidet in einen
stylisches Gewand, wird der Klassiker rund um eine junge Verkupplerin im
England des frühen 19. Jahrhunderts diesmal neu erzählt und hat mich jetzt
schon mit seinem wilden Charme gewonnen. Neben Taylor-Joy sind außerdem noch Mia
Goth („High Life“) und Bill Nighy (Stammschauspieler bei Edgar Wright) mit von
der Partie, wodurch uns wohl ein wirklich vorzügliches Vergnügen erwarten
dürfte.
Ein weiterer femininer Film kommt nächsten Monat mit „Die
perfekte Kandidatin“ ebenfalls in die deutschen Kinos. Regisseurin Haifaa
al-Mansour, die erste saudi-arabische Filmemacherin, kehrt zu ihren Wurzeln
zurück und liefert eine feministische Politsatire über eine junge Doktorin, die
bei einer Wahl für ein öffentliches Amt antreten will, was für Furore und
Empörung sorgt. Wirkt sympathisch, werde ich mal reinschauen, alleine um den
leider viel zu wenig vertretenen weiblichen Film des Nahen Ostens zu
unterstützen.
Wo wir gerade bei Politik sind, dürften sich ein paar darin
erinnern davon gehört zu haben, DAS EINE BOMBE IM CENTENNIAL PARK IST.
Jedenfalls kommt Clint Eastwoods neues Politdrama „Der Fall Richard Jewell“
diesen Monat ins Kino und wartet mit einer ordentlich Starbesetzung, bestehend
aus Sam Rockwell („Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“, „Moon“, „Vice“,
„Jojo Rabbit“), Jon Hamm („Mad Men“), Olivia Wilde („Dr. House“, „Her“) und
Kathy Bates („Misery“), die hierfür sogar eine Oscarnominierung erhielt. Der
Feuilleton bespricht den Film sehr kontrovers, ich werde einfach mal reinschauen,
alleine, da man ja nicht weiß, wie viel Eastwood noch macht.
Nach Amerika, Saudi-Arabien und Großbritannien, kehren wir
mal zurück in die EU. Das deutsche Kino schießt im März zwei neue
Schrotladungen ab, wo ein Blick lohnen dürfte.
Der erste Film setzt eine unterschätzte Tradition des
deutschen Kinos fort, nämlich das dreckige Genrekino. „Kahlschlag“ sieht
richtig schön nach in die Fresse aus und konnte bisher den ein oder anderen
Preis sowie sahnige Kritiken einfahren. Ein kleiner Film, der aber womöglich
genau richtig einen Schlag in die Magengrube verpasst.
Der andere Film ist eine Liga höher, nämlich ein neues Werk
der Berliner Schule. Wer jetzt fragt, warum ich mit irgendwelchen
Schülerprojekten um die Ecke komme (zumindest wäre Aaron ja in der Zielgruppe),
dem möchte ich kurz erklären, was die Berliner Schule ist. Es handelt sich
hierbei um eine Gruppe von Filmemachern, die seit einigen Jahren als die
deutsche Avantgarde bekannt ist und im Ausland zu den Spitzen des Weltkinos gerechnet
wird. Ihr wohl hochgeschätztester Vertreter Christian Petzold („Yella“,
„Phoenix“, „Transit“) stellte vor wenigen Tagen seinen neuen Film „Undine“ vor.
Wie gewohnt sind die Kritiker alle etwas irritiert, aber durchaus angetan. Für
mich ist die mythische Liebesgeschichte mit Meerjungfrau aber definitv ein
Must-See des kommenden Monats. Nicht zuletzt wegen den Hauptdarstellern Paula
Beer („Bad Banks“, „Transit“) und der deutschen Antwort auf Joaquin Phoenix und
Leonardo DiCaprio: Franz Rogowski („Victoria“, „Transit“ und zuletzt auch „Ein
verborgenes Leben“).
Ebenfalls sehr viel versprechend ist der folgende Film.
Viele klagten, dass er neben „The Farewell“ und „The Lighthouse“ wohl der
größte Oscarsnub gewesen ist: „Waves“.
„Waves“ erzählt eine Familiengeschichte von einem Vater und
seinen beiden Kindern. In den jetzt schon atemberaubenden Bildern soll sich
eine durch Romantik und Tragik sehr berührende Geschichte entfalten. Im Cast zu
finden ist unter anderem Lucas Hedges („Der verlorene Sohn“, „Lady Bird“,
„mid90s“), die übrigen mir unbekannten Darsteller werden aber überall in
höchsten Tönen gelobt. Noch mehr Lust bekomme ich aber dadurch, dass der Film
von A24 ist, dem Indie-Studio, das u.a. mit „mid90s“, „Midsommar“, „Moonlight“,
„The Lighthouse“ und „Lady Bird“ einen ziemlich ordentlichen Katalog im
Repertoire hat.
Nun zu den beiden Highlights, den versprochenen
Sahnehäubchen.
Das erste ist eine oscarnominierte Dokumentation: „For
Sama“. Es handelt sich hierbei um das Werk einer syrischen Mutter, die einen
Film über die Ereignisse in Syrien für ihre neugeborene Tochter dreht. Als
monumentaler Meilenstein von Publikum und Kritikern angepriesen, porträtiert
„For Sama“ eindringlich die Schrecken des Krieges aus dem Blickwinkel einer
Frau, die gerade Mutter geworden ist. Heißester Anwärter aktuell für die
Goldene Schnecke für den besten Dokumentarfilm 2020.
Zum Abschluss der Film, auf den ich mich am meisten freue.
Roy Andersson, der schwedische Altmeister ist zurück. Nachdem er bislang für
jeden seiner letzten 3 Filme sieben Jahre benötigte und für dieses nur
spärliche fünf, muss man hoffen, dass er nichts übereilt oder hingeschludert
hat. Doch der Trailer und die Auszeichnung für die beste Regie in Venedig
letztes Jahr, stimmen positiv. Genau wie in den bisherigen Arbeiten zeichnet
sich „Über die Unendlichkeit“ durch lange, genau komponiert und arrangierte
Einstellungen, weiß bemalte Figuren, eine schlichte Farbpalette und eine ganze
Wagenladung Exzentrik aus. Andsersson ist ein Meister in der Verbindung von
absurden-trockenen Humor, philosophischer Tiefgründigkeit und alltäglichen
Surrealismus. Dürfte eine schön schräge, aber auch abstrus witzige Meditation
über den Sinn des Lebens werden. Roy Andersson eben.
This event was held on the 6th of March 2020 @ Savoy
» Color Out of Space « scored 6,86 Genusspunkte.
Ich füge dem März noch einen Tropfen Exzentrik hinzu: »Die Farbe aus dem All«. Nicolas Cage + H.P. Lovecraft. Wird im Savoy Hamburg laufen. Wer also Bock auf originellen Sci-fi-Horror hat ist eingeladen sich anzuschnallen und mit auf den wilden Ritt durch Wahnsinn, Tod, Verderben und Magenta zu kommen. Wer unsicher ist, ob das Trash ist kann, sich gerne die Kritik im epd-Film durchlesen (5 von 5 Sternen).
This event was held on the 2nd of March 2020 @ Scala
» Just Mercy « scored 7,25 Genusspunkte.
Zum Abschluss noch ein Film, der ebenfalls zum Genrekino gehört, aber in ein anderes als die vorherigen. „Just Mercy“ ist ein klassisches Justizdrama, dass stark besetzt ist mit Michael B. Jordan („Creed“, „Black Panther“), Jamie Foxx („Django Unchained“, „Baby Driver“) und Brie Larson („Raum“). Der Film behandelt die Arbeit des amerikanischen Anwalts und Bürgerrechtlers Bryan Stevenson, der hier einen zu Unrecht zum Tode verurteilten helfen will. Vermutlich eher konventionell gemacht, werde ich mir dennoch einfach mal angucken.
Joris
Michael B. Jordan und Jamie Foxx in » Just Mercy «
This event was held on the 3rd of March 2020 @ Filmpalast » The Gentlemen « scored 7,33 Genusspunkte.
Wer Bock auf einfach ein bisschen Kopfdurchblasen mit cooler Gangsteraction, der dürfte mit „The Gentlemen“ gut begnügt sein. Guy Ritchie kehrt nach „Sherlock Holmes“ und ein paar Blockbuster Fehltritten wieder zurück in die Gefilde seiner Klassiker „Snatch“ und „Bube Dame König grAS“. Mit im Gepäck hat er Matthew McConaughey („True Detective“, „Interstellar“), Charlie Hunnam („Pacific Rim“), Colin Farrell („The Lobster“, „The Killing of a Sacred Deer“, „Brügge sehen… und sterben?“) und Hugh Grant („Sinn und Sinnlichkeit“). Endlich mal wieder ein straighter Gangsterstreifen. Vermutlich kein Tarkowskij oder Kubrick, aber Spaß dürfte die Sache auf jeden Fall machen.
Joris
Matthew McConaughey als Mickey Pearson in » The Gentlemen «
This event was held on the 28th of February 2020 @ Filmpalast » Der Unsichtbare « scored 5,5 Genusspunkte.
Noch beliebter als das Gangstergenre ist das Horrorgenre. Im Angebot sind diesen Monat zwei Filme, wobei ich bei einem noch die Kritiken abwarten will. Denn noch gab es keinerlei Vorführungen von „Der Unsichtbare“ mit der großartigen Elisabeth Moss („Mad Men“, „Handmaid‘s Tale“) und bei Horrorremakes ist das Risiko immer sehr hoch. Der Sci-fi-Horror Klassiker nach der Vorlage von H. G. Wells soll hier einen neuen Twist bekommen und Moss ist für mich Grund genug die Sache mal auf dem Radar zu behalten. Vor dem Trailer muss ich warnen, denn es hieß überall, der Trailer spoilere die komplette Handlung. Also: Ansehen nur auf eigene Gefahr.
Joris
Elisabeth Moss als Cecilia Kass in » Der Unsichtbare «
This event was held on the 24th of February 2020 @ Scala
» Sorry We Missed You « scored 7,0 Genusspunkte.
Zwei Altmeister geben sich nochmal die Ehre. Der erste von beiden ist der Brite Ken Loach. Zweifacher Gewinner der Goldenen Palme, Veteran des engagierten Sozialrealismus und linksextremen Kinos. Für seinen neuen Film »Sorry We Missed You« wirft er wieder einen Blick auf Englands Proletariat, diesmal besonders auf Paketzusteller. Es entsteht ein intimes und doch hart-realistisches Familien/Gesellschaftsdrama und ein Porträt unserer aktuellen postkapitalistischen Welt.
Joris
Schier grenzenlose Weiten in dieser Szene aus » Sorry We Missed You «. Dazu ein paar drapierte Pakete und Kris Hitchen als „Ricky“ mit Katie Proctor als „Liza Jane“.
This event was held on 23th of February 2020 @ Scala
» Weißer weißer Tag « scored 8,0 Genusspunkte.
Ebenfalls sehr gespannt bin ich mittlerweile auf das isländische Psychodrama „Weißer weißer Tag“. Das subtil-atmosphärische Charakterdrama analysiert einen alten Polizisten, dessen Psyche anscheinend brüchiger und dunkler ist, als man zuerst denkt. Noch auf echten 35mm-Film gedreht, strahlt der Film einen sehr eigenen Look aus. Könnte ein Geheimtipp sein. Aktuell immerhin 100% auf Rotten Tomatoes.
Joris
Ein Stein, eine Straße, ein Mann im Nebel. Arthouse-Atmosphäre in » Weißer weißer Tag « .
This event was held on the 14th of February 2020 @ Scala
» La Gomera « scored 7,5 Genusspunkte.
Alles andere als 0815 dürfte auch „La Gomera“ von Corneliu Porumboiu werden. Viele würden ja vermutlich sagen, dass derzeit Südkorea die interessantesten und originellsten Filme hervorbringt, doch noch interessanter ist in meinen Augen Rumänien. Die dortige Filmkunst scheint dem Rest der Welt um Lichtjahre voraus, was letztes Jahr „Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen“ eindrucksvoll unterstrich. Porumboiu ist eigentlich eher für exzentrischen Minimalismus und lakonische Gesellschaftsatiren bekannt, aber jetzt hat er sich mal am Agententhriller versucht. Ich weiß nicht was uns da erwartet, will es aber unbedingt erfahren.
Während der Januar dominiert war von Festivalgewinnern und
Oscarkandidaten, geht der Februar eher in die Gefilde des Genrekinos. Das
heißt: Vermutlich mehr vertraute Unterhaltung als unbedingt künstlerische
Überraschungen. Dennoch habe ich natürlich versucht nur das Beste rauszupicken.
Doch bevor wir zum Genregulasch kommen, noch schnell ein
Blick auf die übrigen Kandidaten:
„Sorry We Missed You“, das neue britische Sozialdrama der
Regielegende Ken Loach, habe ich ja schon letzten Monat vorgestellt. Da das
Scala ihn nicht Ende Januar, sondern Ende Februar zeigt, besteht noch immer die
Chance sich hierfür zu melden. Ich vermute hier ein Highlight des Monats.
Ein weiteres Highlight bewegt sich ebenfalls abseits vom
Genrekino und ist auch von einem Altmeister: Roman Polańskis „Intrige“. Nachdem
die letzten Filme eher mäßig waren, könnte hier nochmal ein kleiner Goldbrocken
das Werk des Meisters, der uns einst „Ekel“, „Rosemaries Baby“, „Chinatown“ und
„Der Pianist“ schenkte, veredeln. Die Kritiker sind mehr als wohlwollend und in
Venedig gab es trotz Kontroverse den großen Preis der Jury. Das Historiendrama
dreht sich um die Dreyfus Affäre, ein Justizskandal Ende des 19. Jahrhunderts,
bei der ein jüdischer Offizier zu Unrecht des Landesverrats angeklagt wurde.
Der Trailer verspricht eine prachtvolle Ausstattung, die Kritiken eine
exquisite Inszenierung und das Ensemble, bestehend aus Oscarpreisträger Jean
Dujardin („The Artist“), Louis Garrel („Little Women“), Emmanuelle Seigner und
Mathieu Amalric, ein vorzügliches Schauspiel. Da darf man wohl zurecht gespannt
sein.
Ebenfalls sehr gespannt bin ich mittlerweile auf das
isländische Psychodrama „Weißer weißer Tag“. Das subtil-atmosphärische
Charakterdrama analysiert einen alten Polizisten, dessen Psyche anscheinend
brüchiger und dunkler ist, als man zuerst denkt. Noch auf echten 35mm-Film
gedreht, strahlt der Film einen sehr eigenen Look aus. Könnte ein Geheimtipp
sein. Aktuell immerhin 100% auf Rotten Tomatoes.
So, nun tauchen wir wie versprochen in die Untiefen der
Verfolgungsjagden, Monster und coolen Sprüche ab. Das bunte Konfekt dürfte für
jede etwas zu bieten haben.
Wer Bock auf einfach ein bisschen Kopfdurchblasen mit cooler
Gangsteraction, der dürfte mit „The Gentlemen“ gut begnügt sein. Guy Ritchie
kehrt nach „Sherlock Holmes“ und ein paar Blockbuster Fehltritten wieder zurück
in die Gefilde seiner Klassiker „Snatch“ und „Bube Dame König grAS“. Mit im
Gepäck hat er Matthew McConaughey („True Detective“, „Interstellar“), Charlie
Hunnam („Pacific Rim“), Colin Farrell („The Lobster“, „The Killing of a Sacred
Deer“, „Brügge sehen… und sterben?“) und Hugh Grant („Sinn und Sinnlichkeit“).
Endlich mal wieder ein straighter Gangsterstreifen. Vermutlich kein Tarkowskij
oder Kubrick, aber Spaß dürfte die Sache auf jeden Fall machen.
Noch beliebter als das Gangstergenre ist das Horrorgenre. Im
Angebot sind diesen Monat zwei Filme, wobei ich bei einem noch die Kritiken
abwarten will. Denn noch gab es keinerlei Vorführungen von „Der Unsichtbare“
mit der großartigen Elisabeth Moss („Mad Men“, „Handmaid‘s Tale“) und bei
Horrorremakes ist das Risiko immer sehr hoch. Der Sci-fi-Horror Klassiker nach
der Vorlage von H. G. Wells soll hier einen neuen Twist bekommen und Moss ist
für mich Grund genug die Sache mal auf dem Radar zu behalten. Vor dem Trailer
muss ich warnen, denn es hieß überall, der Trailer spoilere die komplette
Handlung. Also: Ansehen nur auf eigene Gefahr.
Auf jeden Fall werde ich mir „The Lodge“ mit Riley Keough
(„Mad Max: Fury Road“, „Logan Lucky“). Es ist der zweite Film des
österreichischen Regieduos Veronika Franz und Severin Fiala, nach ihrem
großartigen Debüt „Ich seh, Ich seh“. Szenario: Eine junge Frau ist alleine
irgendwo im Schnee mit den zwei Kindern ihres Verlobten. Mehr weiß ich nicht,
mehr will ich nicht wissen. Das dürfte auf jeden Fall kein 0815-Trash werden,
eher eine sehr präzise und atmosphärische Studie von Familie, Angst und
Inszernierungskunst.
Alles andere als 0815 dürfte auch „La Gomera“ von Corneliu
Porumboiu werden. Viele würden ja vermutlich sagen, dass derzeit Südkorea die
interessantesten und originellsten Filme hervorbringt, doch noch interessanter
ist in meinen Augen Rumänien. Die dortige Filmkunst scheint dem Rest der Welt
um Lichtjahre voraus, was letztes Jahr „Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren
in die Geschichte eingehen“ eindrucksvoll unterstrich. Porumboiu ist eigentlich
eher für exzentrischen Minimalismus und lakonische Gesellschaftsatiren bekannt,
aber jetzt hat er sich mal am Agententhriller versucht. Ich weiß nicht was uns
da erwartet, will es aber unbedingt erfahren.
Zum Abschluss noch ein Film, der ebenfalls zum Genrekino
gehört, aber in ein anderes als die vorherigen. „Just Mercy“ ist ein
klassisches Justizdrama, dass stark besetzt ist mit Michael B. Jordan („Creed“,
„Black Panther“), Jamie Foxx („Django Unchained“, „Baby Driver“) und Brie
Larson („Raum“). Der Film behandelt die Arbeit des amerikanischen Anwalts und
Bürgerrechtlers Bryan Stevenson, der hier einen zu Unrecht zum Tode
verurteilten helfen will. Vermutlich eher konventionell gemacht, werde ich mir
dennoch einfach mal angucken.
– Scala:
„Sorry We Missed You“, „Just Mercy“, „La Gomera“ und „Weißer weißer Tag“
– Filmpalast:
„The Gentlemen“ und vermutlich „The Lodge“ sowie „Der Unsichtbare“
– Abaton:
„Intrige“
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