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Movie

» Weißer weißer Tag «

This event was held on 23th of February 2020 @ Scala

» Weißer weißer Tag « scored 8,0 Genusspunkte.


Ebenfalls sehr gespannt bin ich mittlerweile auf das isländische Psychodrama „Weißer weißer Tag“. Das subtil-atmosphärische Charakterdrama analysiert einen alten Polizisten, dessen Psyche anscheinend brüchiger und dunkler ist, als man zuerst denkt. Noch auf echten 35mm-Film gedreht, strahlt der Film einen sehr eigenen Look aus. Könnte ein Geheimtipp sein. Aktuell immerhin 100% auf Rotten Tomatoes.

Joris
Ein Stein, eine Straße, ein Mann im Nebel. Arthouse-Atmosphäre in » Weißer weißer Tag « .
Trailer zu » Weißer weißer Tag «

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» La Gomera «

This event was held on the 14th of February 2020 @ Scala

» La Gomera « scored 7,5 Genusspunkte.


Alles andere als 0815 dürfte auch „La Gomera“ von Corneliu Porumboiu werden. Viele würden ja vermutlich sagen, dass derzeit Südkorea die interessantesten und originellsten Filme hervorbringt, doch noch interessanter ist in meinen Augen Rumänien. Die dortige Filmkunst scheint dem Rest der Welt um Lichtjahre voraus, was letztes Jahr „Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen“ eindrucksvoll unterstrich. Porumboiu ist eigentlich eher für exzentrischen Minimalismus und lakonische Gesellschaftsatiren bekannt, aber jetzt hat er sich mal am Agententhriller versucht. Ich weiß nicht was uns da erwartet, will es aber unbedingt erfahren.

Joris
Gangster unter sich in » La Gomera «
Trailer zu » La Gomera «

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Preview

Preview Februar

Während der Januar dominiert war von Festivalgewinnern und Oscarkandidaten, geht der Februar eher in die Gefilde des Genrekinos. Das heißt: Vermutlich mehr vertraute Unterhaltung als unbedingt künstlerische Überraschungen. Dennoch habe ich natürlich versucht nur das Beste rauszupicken.

Doch bevor wir zum Genregulasch kommen, noch schnell ein Blick auf die übrigen Kandidaten:

„Sorry We Missed You“, das neue britische Sozialdrama der Regielegende Ken Loach, habe ich ja schon letzten Monat vorgestellt. Da das Scala ihn nicht Ende Januar, sondern Ende Februar zeigt, besteht noch immer die Chance sich hierfür zu melden. Ich vermute hier ein Highlight des Monats.

Ein weiteres Highlight bewegt sich ebenfalls abseits vom Genrekino und ist auch von einem Altmeister: Roman Polańskis „Intrige“. Nachdem die letzten Filme eher mäßig waren, könnte hier nochmal ein kleiner Goldbrocken das Werk des Meisters, der uns einst „Ekel“, „Rosemaries Baby“, „Chinatown“ und „Der Pianist“ schenkte, veredeln. Die Kritiker sind mehr als wohlwollend und in Venedig gab es trotz Kontroverse den großen Preis der Jury. Das Historiendrama dreht sich um die Dreyfus Affäre, ein Justizskandal Ende des 19. Jahrhunderts, bei der ein jüdischer Offizier zu Unrecht des Landesverrats angeklagt wurde. Der Trailer verspricht eine prachtvolle Ausstattung, die Kritiken eine exquisite Inszenierung und das Ensemble, bestehend aus Oscarpreisträger Jean Dujardin („The Artist“), Louis Garrel („Little Women“), Emmanuelle Seigner und Mathieu Amalric, ein vorzügliches Schauspiel. Da darf man wohl zurecht gespannt sein.

Ebenfalls sehr gespannt bin ich mittlerweile auf das isländische Psychodrama „Weißer weißer Tag“. Das subtil-atmosphärische Charakterdrama analysiert einen alten Polizisten, dessen Psyche anscheinend brüchiger und dunkler ist, als man zuerst denkt. Noch auf echten 35mm-Film gedreht, strahlt der Film einen sehr eigenen Look aus. Könnte ein Geheimtipp sein. Aktuell immerhin 100% auf Rotten Tomatoes.

So, nun tauchen wir wie versprochen in die Untiefen der Verfolgungsjagden, Monster und coolen Sprüche ab. Das bunte Konfekt dürfte für jede etwas zu bieten haben.

Wer Bock auf einfach ein bisschen Kopfdurchblasen mit cooler Gangsteraction, der dürfte mit „The Gentlemen“ gut begnügt sein. Guy Ritchie kehrt nach „Sherlock Holmes“ und ein paar Blockbuster Fehltritten wieder zurück in die Gefilde seiner Klassiker „Snatch“ und „Bube Dame König grAS“. Mit im Gepäck hat er Matthew McConaughey („True Detective“, „Interstellar“), Charlie Hunnam („Pacific Rim“), Colin Farrell („The Lobster“, „The Killing of a Sacred Deer“, „Brügge sehen… und sterben?“) und Hugh Grant („Sinn und Sinnlichkeit“). Endlich mal wieder ein straighter Gangsterstreifen. Vermutlich kein Tarkowskij oder Kubrick, aber Spaß dürfte die Sache auf jeden Fall machen.

Noch beliebter als das Gangstergenre ist das Horrorgenre. Im Angebot sind diesen Monat zwei Filme, wobei ich bei einem noch die Kritiken abwarten will. Denn noch gab es keinerlei Vorführungen von „Der Unsichtbare“ mit der großartigen Elisabeth Moss („Mad Men“, „Handmaid‘s Tale“) und bei Horrorremakes ist das Risiko immer sehr hoch. Der Sci-fi-Horror Klassiker nach der Vorlage von H. G. Wells soll hier einen neuen Twist bekommen und Moss ist für mich Grund genug die Sache mal auf dem Radar zu behalten. Vor dem Trailer muss ich warnen, denn es hieß überall, der Trailer spoilere die komplette Handlung. Also: Ansehen nur auf eigene Gefahr.

Auf jeden Fall werde ich mir „The Lodge“ mit Riley Keough („Mad Max: Fury Road“, „Logan Lucky“). Es ist der zweite Film des österreichischen Regieduos Veronika Franz und Severin Fiala, nach ihrem großartigen Debüt „Ich seh, Ich seh“. Szenario: Eine junge Frau ist alleine irgendwo im Schnee mit den zwei Kindern ihres Verlobten. Mehr weiß ich nicht, mehr will ich nicht wissen. Das dürfte auf jeden Fall kein 0815-Trash werden, eher eine sehr präzise und atmosphärische Studie von Familie, Angst und Inszernierungskunst.

Alles andere als 0815 dürfte auch „La Gomera“ von Corneliu Porumboiu werden. Viele würden ja vermutlich sagen, dass derzeit Südkorea die interessantesten und originellsten Filme hervorbringt, doch noch interessanter ist in meinen Augen Rumänien. Die dortige Filmkunst scheint dem Rest der Welt um Lichtjahre voraus, was letztes Jahr „Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen“ eindrucksvoll unterstrich. Porumboiu ist eigentlich eher für exzentrischen Minimalismus und lakonische Gesellschaftsatiren bekannt, aber jetzt hat er sich mal am Agententhriller versucht. Ich weiß nicht was uns da erwartet, will es aber unbedingt erfahren.

Zum Abschluss noch ein Film, der ebenfalls zum Genrekino gehört, aber in ein anderes als die vorherigen. „Just Mercy“ ist ein klassisches Justizdrama, dass stark besetzt ist mit Michael B. Jordan („Creed“, „Black Panther“), Jamie Foxx („Django Unchained“, „Baby Driver“) und Brie Larson („Raum“). Der Film behandelt die Arbeit des amerikanischen Anwalts und Bürgerrechtlers Bryan Stevenson, der hier einen zu Unrecht zum Tode verurteilten helfen will. Vermutlich eher konventionell gemacht, werde ich mir dennoch einfach mal angucken.

Playlist: https://www.youtube.com/playlist?list=PLUlw4ADVtTQK3rk-6Y5_wtfN92JMifphO

Kinos:

–             Scala: „Sorry We Missed You“, „Just Mercy“, „La Gomera“ und „Weißer weißer Tag“

–             Filmpalast: „The Gentlemen“ und vermutlich „The Lodge“ sowie „Der Unsichtbare“

–             Abaton: „Intrige“

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» Ein verborgenes Leben «

31th of January 2020 | @ Scala | 16:30 (16:00-19:25)

»Ein verborgenes Leben« scored 7,125 Genusspunkte


Die andere Legende ist Terrence Malick, der große Bildermagier. Er hat sich nach 14 Jahren und 5 Filmen ausnahmsweise wieder dazu herabgelassen einen Film namens »Ein verborgenes Leben« mit einer greifbaren, linearen Handlung zu machen. Überraschenderweise geht es aber nicht wie früher um Südstaatenromanzen oder amerikanische Geschichte, sondern um einen österreichischen Kriegsverweigerer im Zweiten Weltkrieg. Ein paar der besten deutschen Darsteller warten auf, um diesem cineastischen Brocken beiwohnen zu dürfen. Der Trailer verrät zwei Dinge: Zum einen geht es um Glauben, Liebe und Moral. Zum anderen ist das ein visuelle Hochgenuss, der jegliche Synapsen durch seine überwältigende Schönheit zum Schmelzen bringen wird.

Joris
August Diehl als Franz Jägerstätter in » Ein verborgenes Leben «
Trailer zu » Ein verborgenes Leben «

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» Jojo Rabbit «

This event was held on the 26th of January 2020 @ Filmpalast.
» Jojo Rabbit « scored 8,0 Genusspunkte.


Mit seiner NS-Satire » Jojo Rabbit « hat Taika Waititi in Toronto den Hauptpreis abgeräumt und sahnt auch bei Golden Globes und Oscars Nominierungen ab. Die Kritik zeigt sich aber skeptisch. Wem soll man trauen? Der unsagbar witzige Trailer und die Topbesetzung (Scarlett Johansson, Sam Rockwell und der aufstrebende Stern Thomasin McKenzie) sind aber zu verlockend, um den Comedystreifen linksliegenzulassen.

Joris
Taika Waititi und Roman Griffin in » Jojo Rabbit «
Trailer zu » Jojo Rabbit «

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» Die Wütenden «

This event was held on the 24th of January 2020 @ Scala.
» Die Wütenden « scored 7,25 Genusspunkte and a bag of potato chips.


Noch weniger als über den vorherigen Film weiß ich über »Die Wütenden«. Ein Überraschungshit in Cannes, Gewinner des dortigen Jurypreises, direkt Golden Globe nominiert. Wir haben es hier mit einem hitzigen Sozialdrama über Klassenkampf und Polizeigewalt zu tun, die vielfach attestierte hohe Dynamik dürfte dafür sorgen, dass das aber nie trocken oder langweilig werden wird. Möglicherweise ähnlich wie filmische In-die-Fresse-Schlag »La Haine«.

Joris
Szene aus » Die Wütenden «
Trailer zu » Die Wütenden «

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» Vom Gießen des Zitronenbaums «

This event was held on the 17th of January 2020 @ Scala
» Vom Gießen des Zitronenbaums « scored 6,25 Genusspunkte.


Ein weiterer eher kleiner Film dürfte »Vom Gießen des Zitronenbaumes«, was eine adäquate Übersetzung des Originaltitels »It Must be Heaven« ist, sein. Elia Suleiman wollte hiermit eine selbstreflektive Komödie über den Frieden im Nahen Osten drehen. Der Palästinenser konnte damit immerhin schon mal den Kritikerpreis und einen Sonderpreis in Cannes abräumen. Wirkt sehr witzig und schön absurd. Besonders die Buster Keaton Vergleiche reizen mich, auch wenn ich bisweilen auch an Jacques Atari denken muss. Lohnenswert dürfte es auf jeden Fall sein.

Joris
Weirder dude mit Hut im Vordergrund, welcher eine Brille tragend gen eines nicht dargestellten Himmels schaut. Im Hintergrund vier mutmaßliche Polizisten, von welchen zwei eine Schnur halten, auf welcher ein Vogel sitzt. Die zwei anderen Polizisten beobachten das Geschehen angeregt und notieren sich Informationen auf einem Notizblock. Sie weisen dabei einen ernsten Gesichtsausdruck auf. Im Gegensatz zu dem linken, schnurhaltenden Polizisten trägt der rechte, schnurhaltende Polizist einen Schlagstock anstatt einer Pistole. In der oberen, rechten Ecke ist eine Hand mit einer Gartenschere zu sehen, welche sich neben einem Ast mit Blättern und zwei Zitronen befindet. Entgegen des deutschen Filmtitels stellt diese Aktion nicht das Gießen eines Zitronenbaums dar.

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» 1917 «

This event was held on the 16th of January 2020 @ Filmpalast
» 1917 « scored 8,1 Genusspunkte.


Etwas weniger vergnüglich, aber nicht weniger exzellent dürfte »1917« von Sam Mendes sein (»Skyfall«, »American Beauty«). Im Stil von »Im Westen Nichts Neues« pinselt der Brite ein episches Schlachtengemälde vom ersten Weltkrieg. Eingefangen wird das Ganze vom Kameragott Roger Deakins, der sich seine dreizehn Oscarnominierungen und den einen Gewinn redlich verdient hat und seit Jahren Haus-DoP von Denis Villeneuve, den Coenbrüdern und eben Sam Mendes ist. Für die weniger kinematographisch Begeisterten warten im Cast vielversprechende britische Newcomer und Legende Colin Firth sowie für alle »Sherlock«-Fans Benedict Cumberbatch und Andrew Scott. Genau wie »Knives Out« wird auch dieses Werk von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert.

Joris
Dean-Charles Chapman in » 1917 «

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» Little Joe «

This event was held on the 13th of January 2020 @ Scala
» Little Joe « scored 6,75 Genusspunkte.


Als erstes wird uns »Little Joe« in den Kinos erwarten. Die von mir hochgeschätzte Österreicherin Jessica Hausner hat mit ihren neuen Sci-fi-Film wieder eine kleine skurrile Perle geschaffen, die Kritiker und Publikum stark spaltet. Dürfte nicht für jeden etwas sein, ich freue mich aber tierisch drauf. Hauptdarstellerin Emily Beecham wurde in Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet. Außerdem ist noch Ben Whishaw (»Skyfall«, »The Lobster«) mit an Bord. Möglicherweise was für »Black Mirror«-Fans, zumindest vergleichen die Kritiker den Film oft mit der Serie aufgrund des Sci-fi-Horrors.

Joris
Emily Beecham and Ben Whishaw in » Little Joe «

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» Knives Out «

This event was held on the 6th of January 2020 @ Filmpalast Lüneburg
» Knives Out « scored 7,33 Genusspunkte.


Rian Johnson, der sich mit den jeweils mutigsten Beiträgen zu »Star Wars« und »Breaking Bad«, aber auch mit innovativen Genrestreifen wie »Looper« einen Namen gemacht hat, liefert uns mit »Knives Out« eine starbesetzte Kriminalkomödie à la Agatha Christie. Mit dabei bei den heiteren Mordermittlungen auf einem englischen Landhaus sind u.a. Daniel Craig (sehen wir dieses Jahr auch erneut als James Bond 007), Toni Collette, Chris Evans, Ana de Armas, Jamie Lee Curtis, Michael Shannon, Christopher Plummer und Katherine Langford. Dürfte ein exquisites Kinovergnügen werden.

Joris
Protagonists of » Knives Out «